FAQ zu den FenKid-Kursen bei mein schützling


Was bedeutet FenKid?

Der Begriff FenKid wurde von »Frühentwicklung des Kindes begleiten« abgeleitet. Die Hauptrolle in der FenKid-Gruppe spielen die Kinder mit ihren entwicklungsspezifischen Bedürfnissen.

 

Von wem stammt das Konzept?

FenKid wurde 1997 in der Beratungsstelle für Natürliche Geburt und Elternsein e. V. in München konzipiert und seither kontinuerlich weiter entwickelt. Es basiert auf pädagogisch erprobten Konzepten und  bezieht wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Bindungs-, Säuglings- und der Gehirnforschung sowie der Entwicklungspsychologie mit ein. Das Staatsinstitut für Frühpädagogik (ifp) hat in einer wissenschaftlichen Bewertung das FenKid-Konzept als »präventives Angebot« eingestuft.

 

Wer nimmt teil?

Mindestens 5 bis maximal 9 Elternteile und ihre Kinder. Meist sind es die Mütter, die sich und ihr Baby zum FenKid anmelden. Selbstverständlich sind uns aber Väter genauso herzlich willkommen. Gerne können auch mal beide Elternteile zu einer Kursstunde kommen oder auch gemeinsam mit der Oma, dem Opa oder der Tante... Das jeweilige Kind freut sich meistens ganz besonders über diese besondere Begleitung in der FenKid-Stunde.

 

Was wird im FenKid gemacht?

Der Kurs besteht aus mehreren Elementen:

 

Kleine und große KursteilnehmerInnen lernen bei uns lustige, kindgerechte Lieder, Reime, Finger- und Schaukelspiele kennen. Manchmal kommen auch erste, kleine  Musikinstrumente zum Einsatz. 

 

Während der Beobachtungszeit, die den Kern des FenKid-Kurses darstellt, sind die Kinder eingeladen, die entsprechend vorbereitete Umgebung mit allen Sinnen zu erkunden und ihre Entdeckungen auf eigene Weise zu machen. Je nach Alter, Interesse und Mobilität  werden im Laufe der Zeit die Kreise der kindlichen Fortbewegung größer und der ganze Raum wird inspiziert. Dieser ist sicher, kindgerecht und anregend gestaltet und wird dem Entwicklungsstand der Kinder angepasst.  Die Eltern dürfen sich während dieser Zeit gerne entspannt zurücklehnen und die Kinder in ihrem Tun still beobachten. In dieser Zeit nehmen wir nur das wahr, was gerade passiert, ohne zu werten oder zu urteilen. Von Seiten der Erwachsenen wird nur eingegriffen, wenn es wirklich notwendig erscheint. Wenn ein Kind in dieser Zeit anfängt zu weinen, hungrig oder müde wird, darf (und soll) das Bedürfnis nach Nähe jederzeit von den Eltern beantwortet werden.

 

Im Anschluss an die Beobachtungsphase reflektieren wir gemeinsam unsere Beobachtungen und tauschen uns über die individuelle Entwicklung jedes Kindes und seine Bedürfnisse aus.

 

Zusätzlich wird der Austausch unter den Eltern gefördert und die Kursleitung ergänzt durch Fachbeiträge zu Themen, die in der Gruppe gerade relevant sind und dem Alter der Kinder entsprechen (z. B. Bindungsförderung, Ernährung, Bewegungsentwicklung, Erziehung u. v. m.). Die TeilnehmerInnen können dabei gerne für sie wichtige Themen vorschlagen.

 

Was ist der Vorteil von FenKid?

Durch das Beobachten und Reflektieren wächst die Feinfühligkeit der Eltern und sie können ihr Baby noch besser verstehen lernen. Verständnis und Vertrauen bekommen Raum zum wachsen. Außerdem kann dadurch die Eltern-Kind-Bindung nachhaltig verstärkt und vertieft werden.

 

Jedes Baby wird durch den besonders achtsamen Umgang in seiner Ganzheit und vor allem mit all seinen Stärken gesehen und nicht nur auf einzelne Fähigkeiten minimiert betrachtet. D.h., wir achten nicht nur auf die Entwicklung in der Grobmotorik, sondern beziehen die ganzheitlichen Aspekte wie Veränderungen in der Feinmotorik, in der Mimik, der Sprache und im Sozialverhalten mit ein. Denn jedes Kind bringt seine eigenen Fähigkeiten und Talente bereits von klein auf mit.

 

Wie wird mein Kind bei FenKid gefördert?

Singen und Musik macht fast allen Kindern nicht nur richtig Spaß, sondern fördert ganz nebenbei die Sprachentwicklung, steigert das Rhythmusgefühl und die Körperwahrnehmung und regt das Zusammenspiel der zwei Gehirnhälften an. 

Ansonsten sehen wir es wie schon Maria Montessori und ihr berühmter Ausspruch:

"Hilf mir, es selbst zu tun." Das bedeutet:

Jedes Kind lernt am besten aus eigener, innerer Motivation, in individuellem Tempo und aus seinem eigenen Bauplan heraus, der nicht zwangsläufig immer den Vorstellungen der Erwachsenen entspricht. Alles, was das Kind (so klein es auch sein mag), selbst und aus Eigenmotivation schafft, macht es stolz und schafft Selbstvertrauen in sich und die Welt.

Viele Ansätze aus Fenkid hellfen dabei, Babys neu zu sehen und zugleich besser zu verstehen. Kinder können dadurch leichter ihr eigenes Potential frei entfalten, ihr Körpergefühl gut entwickeln und sich als kompetent erleben, so klein sie auch sind. Dies wirkt sich nachhaltig positiv auf ihre Entwicklung aus. (Pikler-Hengstenberg-Gesellschaft)

Das Ziel der Eltern sollte sein, Vertrauen in das Kind hinein zu entwickeln, es in seinen eigenen Prozessen anzunehmen und, mit zunehmender Entwicklung, "machen zu lassen". Die Rolle der Erwachsenen gegenüber dem Kind kann als begleitend, achtsam und liebevoll verstanden werden, ohne dem Anspruch, alles sofort für das Kind lösen zu wollen.

Voraussetzung für eine positive Lernentwicklung ist eine anregende, altersgemäße Umgebung sowie eine sichere Atmospähre, die von Geborgenheit getragen wird.

 

Sind die Kurse aufeinander aufgebaut?

Die FenKid-Kursinhalte und die vorbereitete Umgebung wachsen mit den Bedürfnissen der Kinder und der Eltern bis ins dritte Lebensjahr. In dieser Zeitspanne kann der FenKid-Kurs so lange fortgesetzt werden, wie die Eltern es möchten.

Es besteht immer die Wahl, nach einem Kurs zu beenden oder auch noch an nächstmöglichen Kursen teilzunehmen. Sobald ein Platz freigegeben wird, kann er von einer neuen TeilnehmerIn besetzt werden. Selbstverständlich ist es auch immer möglich, erst später, mit bereits größeren Babys und Kindern, ins FenKid einzusteigen.

 

Wie lange kann man FenKid mit seinem Kind machen?

Grundsätzlich können bei mein schützling FenKid-Kurse für Kinder bis 2 Jahre gebucht werden, wobei sich das Angebot nach dem Bedarf richtet.

 

Was mache ich, wenn mein Baby während des Kurses einschläft?

Gerade zu Beginn eines FenKid-Kurses, mit sehr kleinen Kindern, für die alles neu und besonders aufregend ist, können die Kleinen schon des öfteren zwischendurch vom Schlaf übermannt werden. Die Eltern können die verbleibende Kurszeit nutzen, um selber zu entspannen und sich auch mit schlafenden Baby am weiteren Geschehen des Kurses beteiligen.Ob überhaupt und wann ein Kind geweckt wird, das bereits schlafend zum Kurs kommt, entscheiden die Eltern ausschließlich selbst.

 

Kann ich auch mit einem weinenden oder hungrigen Baby kommen?

Natürlich, jederzeit gerne. Wir wollen Mut machen, selbst mit anhaltend weinendem Kind zu uns zu kommen. Gestillt / gefüttert werden kann selbstverständlich nach Bedarf.

 

Darf ich mein Kind im Kurs komplett ausziehen?

Im ersten FenKid-Kurs für Babys ab dem 4. Lebensmonat können die Babys gerne nackt sein. Sobald sie mobiler werden, sollten sie mindestens eine Windel tragen. Grundsätzlich bestimmen die Eltern, wie weit Ihr Kind entkleidet wird. Der Raum wird auf Wunsch soweit erwärmt, dass es möglich ist, die Kinder bis zum Body und der Windel auszuziehen. Je weniger einschränkende Bekleidung die Kinder tragen, desto mehr wird ihr Bewegungsbedürfnis und ihre Freude an der Bewegung angeregt!

 

Wie sieht es mit der Hygiene aus? Mein Baby nimmt alles mögliche in den Mund. Stecken sich die Kinder nicht gegenseitig über die Spielsachen mit Krankheiten an?

Unser Spielzeug wird regelmäßig abgewaschen, in den Geschirrspüler oder in die Waschmaschine gesteckt. Eine desinfizierende Hygiene ist aber nicht nötig. Bakterien und Viren haben i.d.R. nur eine gewisse Lebensdauer und diese auch noch unter unterschiedlichen Bedingungen. D.h. so mancher Keim braucht Feuchtigkeit, um zu überleben. Der andere eine bestimmte Temperatur. Der dritte ist über drei Tage aktiv, wogegen ein anderer schon nach Stunden abstirbt.

Wenn es zu Ansteckungen kommt, dann i. d. R. über den direkten Kontakt durch die Kleinen. Das ist in gewissem Maße eine Begleiterscheinung von Kindergruppen und sicher nicht gänzlich zu vermeiden. Jedoch bitten wir alle Eltern, nicht mit offensichtlich kranken Kindern in den Kurs zu kommen.

 

Wie wird überhaupt mit Krankheiten im Kurs umgegangen?

Es sollte niemand mit einem Kind zum Kurs kommen, das eines der folgenden Symptome hat:

-Allgemein bekannte Kinderkrankheiten wie Masern und Windpocken etc. (bitte auch nicht, wenn ein Geschwisterkind eine dieser Krankheiten hat. Es ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass eine Übertragung innerhalb der Familie erfolgt).

-Fieber

-Durchfall

-infektiöser Husten und starker Schnupfen

-Allgemeine starke Mattigkeit / Apathie und ähnliche unklare Befunde, bei denen auszugehen ist, dass es dem Kind nicht gut geht. Bei Unsicherheiten empfehlen wir, vorher den Kinderarzt aufzusuchen.

Eine Impfpflicht vor Antritt eines Kurses besteht nicht.

 

Was ist, wenn mein Kind oder ich an einem Kurstag krank sind oder wenn wir anderweitig verhindert sind?

Verpasste Kursstunden können leider nicht nachgeholt oder ersetzt werden. Im Einzelfall ergibt sich unter Umständen jedoch eine Lösung, in einem anderen Kurs einen Termin nachzuholen. Das kann individuell mit der Kursleitung besprochen werden und liegt in ihrem Ermessen.

 

Und wenn die Kursleitung krank ist?

Der Termin wird nachgeholt und in der Regel am Ende des Kurses drangehängt.

 

Wie melde ich mich an?

Über den Button "Anmeldung"Oder auch per Email unter info@mein-schuetzling.de mit folgenden Angaben:

-Name des teilnehmenden Elternteils

-Name und Geburtsdatum des Kindes (bitte mit angeben, falls das Kind ein Frühchen ist)

-Anschrift

-Tel. Nr ( am besten Fall mobil). Diese Nummer wird nur für den Fall benötigt, sollte eine Kurseinheit sehr kurzfristig abgesagt werden müssen

Oder per Telefon unter 089 / 55 26 37 34. Sollten wir nicht direkt am Telefon erreichbar sein, bitte eine Nachricht auf dem AB hinterlassen. Wir rufen so schnell wie möglich zurück.

 

Wichtiger Hinweis: Selbstverständlich werden persönliche Daten nicht nach extern gegeben! Innerhalb des Kurses wird eine TeilnehmerInnen-Liste verteilt. Sollte das jemand nicht wünschen, wird das gerne berücksichtigt.Es genügt eine kurze Mitteilung diesbzgl. an uns.

 

Sie erhalten nach der Anmeldung eine Bestätigung von uns per Email. Darin finden Sie noch mal alle Daten und unsere Bankverbindung. Die Kursgebühr können Sie mit dem Erhalt der Anmeldebestätigung überweisen.

 

Wir bitten vor der Anmeldung um Beachtung unserer AGB.

 

Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.